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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Carina stellt sich vor
BeitragVerfasst: 01.06.2008, 16:57 
Eigentlich hab ich mich nur wegen meiner Mutter hier angemeldet, denn seit einem Schicksalsschlag läßt sie ihren Haushalt vollkommen aus den Augen. Sie ist 75 und mein Vater ist 88. Ich helfe meinen Eltern so gut ich kann, aber ich bin berufstätig und kann nicht immer "verfügbar" sein. Dazu kommt noch eine Stunde Fahrzeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für mich ist das eine sehr große Belastung, denn ich komme kaum noch mit der Arbeit hinterher. Meine Eltern bewohnen ein Zweifamilienhaus und haben einen Garten.
Und wegwerfen können sie auch nichts, ich glaube, das ist typisch für die "Kriegsgeneration" .

Das mag sich vielleicht jetzt als Gejammere anhören, aber mir graut es schon, wenn ich zu meinen Eltern fahre, immer steht nur die Arbeit bei meinen Eltern im Vordergrund.

Meine Eltern sind für ihr Alter noch recht rüstig, aber so kann es nicht weitergehen.

Carina


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BeitragVerfasst: 01.06.2008, 17:11 
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Herzlich willkommen Carina!

Darf ich fragen, warum du bei deinen Eltern im Haushalt hilfst? Sind sie körperlich nicht mehr selbst dazu in der Lage?

_________________
lg
Beri

Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. Richard v. Weizsäcker


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BeitragVerfasst: 01.06.2008, 17:15 
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Hallo Carina,

das ist kein gejammere, ich kann dich gut verstehen.

Viel ändern kannst du wahrscheinlich nicht,
aber was sehr wichtig ist sag nicht das ist doch Müll das kann weg,
damit wird es meist verschlimmert.

Pass auf das du nicht daran zu grunde gehst, überleg dir was kannst du
leisten und was ist in Ordnung. Wenn sie dich helfen lassen und du kannst es
hilf ihnen, wenn sie keine Hilfe wollen dann tu auch nichts.
Ich weis schreiben kann man das so leicht, ich hab selber das Problem,
dass ich keinen Abstand halten kann.

Lg Luna


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BeitragVerfasst: 01.06.2008, 17:26 
Aber natürlich darfst Du fragen :-D ! Körperlich sind meine Eltern in der Lage den Haushalt aufrecht zu halten, den Garten mach ich eigentlich sehr gerne :-D. Ich helfe meinen Eltern auch deswegen, weil ich nicht will, daß die Klamotten schon etwas müffeln, weil sie nicht gewaschen werden, das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, das hab ich leider schon auch von Bekannten gehört. Auch wenn meine Eltern ihr eigenes Leben führen, so denke ich "Stupser" von Außen sind ab und an ganz hilfreich. Auch verbringt meine Mutter die meiste Zeit des Tages im Bett. Ich fühle mich so hilflos, denn früher hat meine Mama Laden und Haushalt unter einen Hut gebracht und jetzt gelingt ihr nicht einmal mehr das Befüllen der Waschmaschine. Der Papiermüll wird einfach im Vorraum des Hauses abgelegt...

Sorry, muß mich auf den Weg in den Dienst machen, ein andermal mehr

Carina


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BeitragVerfasst: 01.06.2008, 17:51 
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Das klingt schwer nach einer starken Depression,
dagegen kann man was mit Tabletten machen.
Sicher soll man nicht gleich auf alles mit Pillen losgehen,
aber in einigen Fällen ist das echt hilfreich.


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BeitragVerfasst: 01.06.2008, 18:00 
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Danke für die Antwort Carina!

Luna hat es ja schon angesprochen, daß durchaus auch eine Krankheit die Ursache sein könnte. Muß nicht unbedingt eine Depression sein, es gibt auch viele andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen. Wie schaut es denn mit der medizinischen Betreuung bei deiner Mama aus? Ist sie da gut versorgt oder "leben" deine Eltern einfach nur noch so vor sich hin? Da du von der Gesundheit deines Vaters nichts geschrieben hast, nehme ich an, daß er für sein Alter noch "fit" ist?

Sorry, wenn ich dir da Löcher in den Bauch frage. Aber es wär halt sehr wichtig, die Ursachen für die Probleme raus zu finden. An den Symptomen rumdoktorn hilft in der Regel überhaupt nichts - es schadet unter Umständen sogar.

_________________
lg
Beri

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BeitragVerfasst: 01.06.2008, 20:17 
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hi carina,

alsooo.....
das mit der kriegsgeneration ist schwierig. kann ich aus eigener erfahrung. ich bin zwar nicht aus dieser generation, hab aber lange jahre magere zeiten erlebt, das prägt.
da braucht man geduld.
das mit deiner mutter hört sich tatsächlich bisschen was nach depri an, das müsste man abklären lassen.
vielleicht ist sie einfach nur fertig. denn früher, und auch oft noch heute, ist es selbstverständlich, dass frauen alles machen, beruf und haushalt, und sich die männers fein raushalten.
vielleicht solltest du dir auch hilfe holen, denn sonst bist du die nächste, die nicht mehr kann.


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BeitragVerfasst: 02.06.2008, 02:29 
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Hallo Carina,

Herzlich Willkommen! :wink:
Da waren schon ganz gute Antworten, finde ich.
Das mit deiner Mutter hört sich auch für mich nach Depression an, und auf alle Fälle sollte sie wenigstens erst mal für ihre Gesundheit etwas unternehmen.
Du selbst solltest dich auch nicht übernehmen bei all dem, was deine Eltern nicht für sich auf die Reihe bekommen, denn wenn du ganz ausfällst ist es schlimmer, als wenn du etwas weniger machst.
Sprich doch mal mit deiner Mama, vielleicht läßt sie sich überzeugen, daß sie zum Arzt geht.

_________________
Liebe Grüße, Cheany


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 04.06.2008, 10:35 
Das mit der Depression bei meiner Mama hat unser Hausarzt auch schon festtestellt, Tabletten will meine Mama aber keine nehmen.... Meine Eltern waren jahrelang selbständig tätig, sie hatten ein Schreibwarengeschäft, mein Vater erledigte den Bürokram und meine Mama war die Seele des Ladens.
Ausschlaggebend für ihre Depression war ein schlimmer Schicksalsschlag, der die ganze Familie betroffen hat, ich, die "Hauptbetroffene" habe mich wieder einigermaßen gefangen, aber meine Mutter leidet " wie ein Hund". Und so lebt sie in den Tag hinein, ich kann meine Mama recht gut verstehen, denn was geschehen ist, war so unbeschreiblich, und meine Mama wartet auf "Wiedergutmachung" bzw. auf ein klärendes Gespräch der Menschen die daran beteiligt waren.
Mein Vater, ist fast erblindet, Makuladegeneration, und Prostatakrebs, dieser ist aber durch die Hormonbehandlung zum Stillstand gebracht worden.
Ärztlich sind meine Eltern recht gut versorgt, aber wenn der Patient nun man nicht will, dann kann auch der beste Hausartzt nichts machen.

Danke für Eure Antworten und daß Ihr Euch dafür Zeit nehmt!

:evil: Dieses Teufelchen steht für die Institution die an dem Schicksalsschlag "beteiligt" war/ist.


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BeitragVerfasst: 06.06.2008, 17:49 
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Beiträge: 4612
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Hallo Carina, du machst mich, primitiv gesagt, neugierig auf diese schlimme Sache, die dir/ euch passiert ist.
Aber, wie du schreibst, hast du dich besser damit arrangiert als deine Mutter.
Nachdem sie früher die gute Seele in eurem Schreibwarengeschäft war - könnte es was geben, was sie wieder im Kleinen seelisch so ähnlich erfüllen würde?
Und ganz schlicht, weil mich das Thema gerade beschäftigt und ältere Leute oft zu wenig trinken - nimmt sie genug Flüssigkeit zu sich?
Genug Vitamine und Mineralien, wenn schon keine Tabletten - das macht oft sehr, sehr viel, auch stimmungsmäßig aus, ohne daß es einem bewußt ist, und gibt zumindest einen kleinen Anstoß.
Kommt deine Mutter raus an die frische Luft ...auch mal Wald...oder See. Mag sie Tiere?

Wünsch dir, daß ihr etwas findet, was hilft.

Auch Menschen vielleicht, mit ähnlichem Schicksalsschlag?

_________________
Liebe Grüße, Cheany


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