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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 30.04.2011, 19:46 
Liebe Gisi,

im Fach "Tanzen im Regen" bin ich ganz gut. Ich danke Dir für Deine Mutmach-Zeilen. Ich bin weit entfernt davon anzunehmen, es wäre alles geklärt, wenn die Kisten weg sind. Und ich war auch weit entfernt von Ultimaten ohne Hilfsangebote. Damit waren die letzten zweieinhalb Jahre rum. Und mein Mann hat überhaupt kein Problem damit, mir zu versprechen, bis dann und dann ... Und auch gegen klare Ansagen hat er gar nichts. Findet er prima, bloß eben völlig unverbindlich.
Für mich war das hier die letzte Möglichkeit, den Druck mal dahin zu verlagern, wo er verursacht wird. Ich habe - genau genommen - nicht mehr und nicht weniger Druck als vorher. Er aber hatte vor meiner Beräumung gar keinen Druck.
Das mit der Schuldenlösung ist eine interessante SAche - ich glaube, das gibt es so in D nicht. Aber das müsste ich mal klären. Und an eine Abgrenzung mithilfe eines Anwaltes habe ich auch schon gedacht...
Mein Mann und ich sind Christen. Ich stand heute im Gottesdienst (in den er nach Wochen zum ersten Mal wieder mitgegangen ist) neben ihm und habe von der Seite sein total trauriges, richtig leidendes Gesicht gesehen. Er hat (eigentlich) so ein Gesicht mit Lachfältchen, überaus gütig und liebevoll. Ihn traurig zu sehen, ist für mich der Super-Gau. Und doch kann es nicht sein, dass alle anderen durch sein Verhalten unfrei werden, und er merkt gar nichts davon.

Lieben Gruß für heute
Teresa


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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 01.05.2011, 13:06 
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Liebe Teresa!

Weißt Du, was mir selber beim Ordnung schaffen manchmal hilft? Wenn ich die Schöpfungsgeschichte lese.....wo Gott aus dem totalen Chaos was Schönes schafft ;-) ...... Fiel mir nur beim Lesen Deines letzten Postings ein ;-)
Und der Gedanke: WAS BRAUCH ICH JETZT?!!!
Hat Dein Mann irgendwelche konkreten Vorstellungen davon, wazu er den ganzen Kram sammelt und behält? Zumindest in Teilbereichen?

Ich kann ein klitzekleines Stück nachvollziehen, wie es ihm geht... bei mir hat vor kurzer Zeit eins meiner Kinder die Küche entrümpelt - eben auch meine Sachen, die für andere nicht wertvoll, für mich aber emotional wichtig waren (Erinnerungen meiner kleineren Kinder etc. ...) War echt heftig und ich hab lange gebraucht, um darüber wegzukommen, auch wenn es kein Müll war. Bei ekligen, kaputten Sachen etc. hab ich keine Probleme, das aus dem Haus zu schaffen ;-)

Für Euer Problem fällt mir leider keine Lösung ein :-( .... aber nichts tun ist halt auch nix, das hast Du ja lange genug mitgemacht...... ich hoffe, dass ihr einen gemeinsamen Weg finden werdet!!!!!!!!!!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 01.05.2011, 13:07 
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Was mir aber auch auffält: Dir geht es schlecht, weil es ihm jetzt so schlecht geht.....ist ihm irgendwie bewußt oder wichtig, dass DU unter der ganzen Sitaution, die er verursacht, auch sehr leidest?

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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 01.05.2011, 18:17 
Liebe Giraffe,

soweit ich das verstanden habe, ist es so, dass die Sachen mit Erinnerungen verknüpft sind: Zu jedem Gegenstand fällt ihm eine Geschichte ein. Sache weg, Geschichte auch weg. Das mit dem Chaos, aus dem Gott Schönes schafft, ist ein sehr tröstlicher Gedanke. Und auch, dass Gott nie etwas umsonst zulässt. Für mich ist das eine gute Schule. Ich merke, dass ich ganz auf das zurückgeworfen werde, was Gott mir zusagt: Dass ich geliebt bin, dass er mich da rausholt und dass er etwas Gutes daraus macht. Mein Thema ist: Muss es eigentlich so sein, dass ich auf ein zunehmendes Maß an Unordnung mit einem geradezu perversen Ordnungsbedürfnis mit Null-Toleranz reagiere? Das ist nicht hilfreich und wirkt zuspitzend, obwohl ich das gar nicht möchte. Ich neige dann zu einem Übermaß an Kontrolle. Und ich rödele und rödele und tue irgendwas, obwohl ich weiß, dass man gar nicht alles regulieren kann. Bis meine Kräfte am Ende sind. Dabei weiß ich aus früheren Zeiten, dass Kontrolle nichts ist als eine fromme Illusion. Und so sind mein Mann und ich gefangen genommen und für nichts Gutes mehr offen.
Ein anderes Problem ist, dass das Problem auch in meiner Rest-Familie bekannt geworden ist. Meine Mutter - ebenso ordentlich wie ich - wohnt direkt neben uns. Der Respekt meiner Eltern für meinen Mann war vorher schon nicht groß, aber jetzt... Und das tut mir auch weh, und das mag ich mit meinem Mann nicht besprechen. Er hat es vermutlich sowieso gemerkt.
Sein ganzes Leben lang haben ihn früher oder später alle wie einen Loser angesehen und behandelt, vor allem seine frühere Familie. Wie einen, der nix auf die Reihe kriegt. Allerdings haben sie sich nie gewehrt, sondern sie sind nur "vorsichtig ausgewichen", eine Familie von Opfern, die mehr oder weniger laut vor sich hin litt. Und nun hat er eine Frau, die ihn nicht wie einen Loser ansieht, ihn dafür aber mit den Folgen seines Tuns konfrontiert. Das ist doch aus seiner Sicht die Wahl zwischen Pest und Cholera, oder?
Vielen Dank jedenfalls für Deine mitfühlenden und freundlichen Zeilen. Mir helfen vor allem die Beiträge der "Messies" (entschuldige den Ausdruck, ich meine das gar nicht abwertend!), weil sie mir helfen, die innere Logik von etwas zu verstehen, was mir persönlich total fremd ist.

Alles hat seine Zeit, aufheben hat seine Zeit und wegwerfen hat seine Zeit. Steht im Buch Prediger, Kapitel 3 oder so.

Lieben, optimistischen Gruß
Teresa

P.S. Wie bekommt man die schönen Smilies da rein?


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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 01.05.2011, 18:19 
Der Gastbeitrag ist von Teresa, die offenbar heimlich ausgeloggt wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 03.05.2011, 10:40 
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Hallo Teresa,

gerade wenn ihr sehr gläubig seid, da kannst du deinen Mann doch darauf ansprechen, daß Jesus das Festhalthen an Dingen völlig abgelehnt hat.
Er hat doch geradezu gefordert die irdischen Güter loszulassen - sich hier nicht an Sachen zu binden. Gerade dieses Festklammern an weltlichen Dingen widerspricht doch eigentlich dem christlichen Glauben.

Die Bibel ist voll davon, daß es für die Seele nicht gut ist sich an materielle Sachen zu klammern.

Im Zeitalter der Digitalfotografie ist es doch auch möglich von jedem Gegenstand ein Foto als Erinnerung zu behalten. Vielleicht hilft ihm auch das, sich leichter zu trennen.
Ich bin schon beruhigter, er scheint ein sehr liebevoller Mensch zu sein. Es braucht seine Zeit, sich trennen zu können. Ich hatte das Problem mit Kleidung, die ich als 16-jährige, als 20-jährige usw. getragen habe.... so viele Erinnerungen.
Irgendwann habe ich es gepackt und das Zeug einfach in die große Grube unserer Müllverbrennung gefahren. Das hat aber auch etwas gedauert. Und noch jetzt, habe ich mit Stoff und Kleidung usw. eine Hemmschwelle - wird aber weniger, wenn man mal sieht, wie befreiend es ist, das alte Zeug weg zu haben.

Gib nicht auf!

... Die Smilies? Wenn du hier schreibst, dann sind nebendran doch die Smilies zu sehen -einfack anklicken !

Liebe Grüße

Moni


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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 03.05.2011, 19:53 
Liebe Moni,

danke für Deinen Zuspruch! und nein, ich gebe bestimmt nicht auf! Im Moment wird es wieder etwas entspannter. Auf die Methode "loslassen mit Jesus" war ich schon gekommen, hat aber nur bei mir funktioniert.
Ich habe vor einigen Jahren meinen früheren Mann durch eine schwere Krebserkrankung verloren, die nur ein halbes Jahr gedauert hat. Damals war ich eine wohlhabende Frau. Ich habe alles, was wir hatten verkauft, verschenkt oder auf den Müll geschafft. Sachen, die mir viel wert waren, und auch welche, die mir bedeutungslos waren. Ich kann eigentlich gut loslassen, aber das hat doch weh getan. Zumal ich den Mann ja dann auch noch verloren habe. Ich bin jetzt nicht arm, aber auch nicht mehr reich. Ich habe gemerkt, wie viel ich für Darlehen und Zeugs arbeiten musste, dass ich eigentlich gar nicht brauche, noch nicht mal richtig möchte. Was für eine Blase sich da gebildet hatte, die Zeit und Kapazität gefressen hat. #gaah (das war jetzt einer von den Smilies). Für alles, was rumsteht, zahlt man mit Lebenskraft. Das wollte ich nicht mehr und hab es irgendwie wieder gekriegt.
Ich glaube, dass ich seitdem gut weiß, was wichtig ist und was nicht. Und dass ein bisschen Unordnung kein Drama ist. Aber das hier drohte existenzgefährdend zu werden.
Aber: Ich bin nicht mutlos. Ich stelle mir gerade vor, ich wünsche mir ein Wunder, und es passiert. Würde ich es überhaupt merken? Wenn ja, woran? Das macht sehr viel Spaß und hilft, die Gedanken weg vom Problem und hin auf das Gute zu lenken. Und ich glaube doch, dass das Gute stärker ist als das Böse!
Dein Zuspruch tröstet mich jedenfalls sehr. Und allen, die mir geantwortet haben, muss ich mal sagen, wie dankbar ich Euch bin! Ihr habt mich viel mehr als Ihr für möglich haltet getröstet und ermutigt.
Danke
Eure Teresa #insbett


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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 03.05.2011, 19:54 
#freu #freu Juhu, das mit den Smilies funktioniert!


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 Betreff des Beitrags: Re: Teresa stellt sich vor
BeitragVerfasst: 11.05.2011, 12:14 
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Wirbelwind
Wirbelwind

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Erstmal herzlich willkommen. mit den guten ratschlägen ist halt so eine Sache. bei manchen hilft dies bei anderen hilft das. Mit Ratschlägen bin ich nicht so dicke. Aber ich verstehe deine Situation vollkommen. Ich glaube du wärst gut dran wenn du das Finanzielle in die Hand nimmst. Vielleich einen Bereich schaffst wo du dich wohl fühlst.

Lg Coraker

_________________
Liebe Grüsse Coraker


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