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BeitragVerfasst: 03.11.2009, 21:06 
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Klar gibt es Spezialisten - auch für diese Problematik. Allerdings hab ich 2 Jahre vergeblich nach einem passenden Therapeuten gesucht. Aber wenigstens hab ich nach ewig langer Suche eine gute Therapeutin für meine anderen "Baustellen" gefunden. 8)

_________________
lg
Beri

Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. Richard v. Weizsäcker


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 Betreff des Beitrags: Re: Liste 2 Ideen: Was kann man machen
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 11:40 
Ich möchte gern die Ideen, was man als Angehöriger (Ehepartner/Lebensgefährte) machen kann, ergänzen. Bei mir war es nämlich so, dass ich wirklich erst Fortschritte gemacht habe, als ich mit meinem ordnungsliebenden Mann zusammen gezogen bin!

Wenn der Nicht-Messie außer Haus arbeiten geht und der Messie den Haushalt führt (wie bei uns), kann das insofern frustrierend sein, dass der Messie das Gefühl hat, er ist für alles alleine verantwortlich (Überforderung!), wühlt und wühlt und wird nie fertig, während der Nicht-Messie irgendwann nicht mehr gern nach Hause kommt und außerdem denkt, der Messie hätte den ganzen Tag nix gemacht (was ja nicht stimmt). #nixverlass

Also mir hilft für das Aufräumen meiner eigenen Sachen:

- wenn mein Mann einfach mit da ist, dann fühle ich mich dem Chaos nicht so hilflos ausgeliefert und bin eher in Stimmung was zu ändern, außerdem lasse ich mich dann nicht so schnell ablenken
- wenn ich ihn fragen kann, wenn ich nicht weiß, wo ich was sinnvoll ablegen soll -> er hat das bessere System und oft gute Tipps
- wenn er mich nicht auslacht, weil ich nicht weiß, ob ich mich von einem Gegenstand trennen soll oder lieber nicht

Für die Organisation des gemeinsamen Haushalts hilft es mir:

- wenn mein Mann sich in den gemeinsamen Haushalt wenigstens ein bisschen mit einbringt und bestimmte Routineaufgaben übernimmt -> es hilf dem Messie, sich an Routine zu halten, wenn der Partner in diese eingebunden ist, außerdem hält der Partner einem durch das Abnehmen von Routinesachen den Rücken frei für "Unvorhergesehenes"

Beispiel: Unsere Tochter abends zu waschen und umzuziehen, dauert 20 Minuten, der Abwasch in der Küche auch (mit Kind am Rockzipfel allerdings länger!). Seit ich veranlasst habe, dass mein Mann unsere Tochter wäscht, während ich die Küche putze, geht es nicht nur schneller, sondern die Kücher sieht auch viel besser aus. Und ich komme nicht in die Verlegenheit, den Abwasch zu "vergessen", weil es jetzt als Ritual so eingespielt ist.

- wenn mein Mann einfach mal zugreift, wenn Not ist (auch wenn ich es "verbockt" habe).

Beispiel: Wenn z. B. 6 Wochen eine Leiter im Flur steht, dann könnte mein Mann die einfach mal in den Keller bringen, wenn er sowieso rauchen geht. Klar muss ich lernen, Sachen, die ich angeschleppt habe, auch wieder wegzuräumen, aber immerhin führe ich einen 3-Personen-Haushalt fast alleine, und in manchem Momenten hilft es der ganzen Familie mehr, wenn er schnell mit anpackt, anstatt sich zu sagen "ich war's nicht" und zu warten, bis alles noch schlimmer wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Liste 2 Ideen: Was kann man machen
BeitragVerfasst: 23.06.2011, 11:58 
P.S.: Sagen, wenn man sich wohl fühlt!

Ich finde es total frustrierend, zu putzen, wenn es eh keinen interessiert. In der Zeit, wo ich alleine gewohnt habe und ganz dolle Heimweh nach meiner Familie hatte, war meine Wohnung das chaotischste Schlachtfeld, was ich je hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 12.09.2014, 21:46 
FlorianJung hat geschrieben:
es gibt auch Therapeuten, die sich darauf spezialisiert haben. Man findet im Internet - wenn man etwas sucht - Anlaufstellen. Man sollte nur wissen, dass der Berufsstand "Psychologe" nicht geschützt ist und sich jeder auch OHNE akademischen Grad so nennen darf. Wichtig ist, dass die auf Diplom studiert haben; die "echtesten" Psychologen nennen sich "psychologische Psychotherapeuten". Das nur mal an Rande - ich kann aber verstehen, dass man nicht unbedingt sofort auf Leute vertraut, die einem nur durch Gespräche helfen wollen. Aber es gibt sehr gute Fachleute.
...Wenn ich als Nichtbetroffener mal meinen belehrenden Senf dazu geben darf...


Kann ich so nicht stehen lassen:

"Psychologe" darf sich tatsächlich nur nennen, wer ein Diplom, bzw. nach der Umstellung auf Bachelor und Master-Abschlüsse einen Master in Psychologie erworben hat. Selbst mit dem Bachelor of Science Psychologie ist man noch nicht dazu berechtigt. Allerdings sagt die Bezeichnung "Psychologe" rein gar nichts über psychotherapeutische Fähigkeiten aus, da diese in aller Regel keinen Inhalt eines Psychologie-Studiums darstellen.
Der Abschluss "Psychologischer Psychotherapeut" ist eine weitere mehrjährige Zusatzausbildung, die erst mit einem abgeschlossenen Diplom oder Master in Psychologie begonnen werden kann und dazu berechtigt, sich nach Abschluss als approbierter Psychotherapeut niederzulassen und Leistungen mit der gesetzlichen Krankenversicherung abzurechnen.
Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, Psychotherapie bei einem Psychiater mit Zusatzausbildung zu machen (nennt sich dann Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie).

Ich persönlich würde daher darauf achten, einen psychologischen Psychotherapeuten oder Facharzt für Psychotherapie aufzusuchen, da man in diesen Fällen wirklich von fundierten Kenntnissen ausgehen kann und mit der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden kann (sofern der Psychotherapeut nicht nur Privatpatienten aufnimmt).
Finger weg würde ich jedoch eher bei Heilpraktikern für Psychotherapie raten... Diese Kosten übernimmt die Kasse grundsätzlich nie. Heilpraktiker sind auch grundsätzlich nicht befugt, sich als Psychotherapeuten zu bezeichnen.
Ich persönlich halte die Ausbildung eines Heilpraktikers auch für wenig fundiert und nicht umfassend genug, um sich mit einer vielschichtigen Problematik wie dem Messie-Syndrom zu befassen.


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